Klassisches oder agiles Management – was ist das Beste?

Klassisch und agiles Management – eine Gegenüberstellung

Agilität und agiles Management ist derzeit das angesagteste Thema, das sich derzeit durch die Berater- und Management-Branche zieht. Dabei ist es verwunderlich, da das Thema bereits sehr lange diskutiert und gekannt wird.

Grundsätzlich beschreibt der Begriff Agilität die Fähigkeit, sich schnell, flexibel und proaktiv an Veränderungen und Neuheiten anzupassen. Eine genaue Definition gibt es aber nicht, da auch zum Teil bewusst Interpretationsspielräume gelassen werden sollen.

Dahingegen ist ein klassisches Management – vor allem im IT-Bereich – sehr klar und eindeutig aufgebaut. Anfangs werden klare Ziele formuliert, die in Zwischenschritte eingeteilt werden. Bereits in einer sehr frühen Phase des Projektes werden Anforderungen und Umsetzungen geklärt. Auf die weiteren Unterschiede gehen wir im Verlaufe dieses Artikels nochmal genauer ein.

Wie entwickeln sich IT-Projekte generell?

Ohne Projektmanagement würde es quasi gar keine IT mehr geben können. Denn die Branche wächst kontinuierlich und bislang ist noch kein Ende in Sicht. Das zeigen auch aktuelle Projektbudgets, die enorm wachsen und einen Höchstpunkt nach dem anderen erreichen. Firmen und Betriebe investieren in diesen Bereich viel Geld und setzen ebenso auf langfristige Strategien.

Folglich ist die Frage, ob nun klassisches oder agiles Management besser für die IT-Branche geeignet ist, immer noch eine Schlüsselfrage.

Phasenorientiertes oder agiles Projektmanagement?

Demzufolge stellen sich auch immer mehr Manager die Frage, welches Modell die Firmen nun weiter voranbringt. Jedoch gibt es auf diese Frage alles, aber keine klare Antwort. Die Antwort lautet viel eher: „Es kommt darauf an.“.

Das wirkt sich folglich auch auf die Anforderungen an einen Projektmanager aus. Dieser muss fundierte Methodenkompetenz besitzen, aber zugleich auch stetig zwischen klassisch und agil wechseln können. Dazu möchte ich ein kleines Beispiel geben.

Sofern es sich um Organisationsprojekte innerhalb der IT handelt, die ein klares Ziel haben, dann ist das klassische Management vorzuziehen. Hingegen bei neuen und umfangreichen Softwarelösungen ist das agile Management oder Unternehmensberatung deutlich positiver zu verstehen. Schließlich bleibt bei einem solchen Projekt der genaue Weg noch sehr unklar und kann folglich auch nicht in Anforderungen und Zwischenschritte definiert werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt nochmal die Unterschiede zwischen den beiden Modalitäten besonders gut auf:

Klassisch Agil
Festes Team mit klarer Projektleitung Kleines und dynamisches Team
Viele Stakeholder Wenig Abhängigkeiten und wenig Stakeholder
Große rechtliche Anforderungen an Dokumentation und Umsetzung Geringe normierte Vorgaben

 

Die Lösung: Beide Ansätze und Methodiken vereinen


Die Lösung ist ein hybrider Ansatz, der sich auf die beiden Seiten unterschiedlich gewichten und auswirken kann. Unternehmen sollten folglich nach Projektleitern Ausschau halten, die beide Methodiken und Kompetenzen umsetzen können und kennen. Aus der Praxiserfahrung hat sich ergeben, dass viele Projekte durch die hybride Vorgehensweise deutlich erfolgreicher sind, als wenn man sich nur auf eine Methodik konzentriert.

Folglich hilft es nicht nur bei der Entscheidung, ob nun klassisches vs. agiles Projektmanagement in einer bestimmten Situation nützlich ist. Hierzu werden aktuell bereits unterschiedliche Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, sodass jede IT-Abteilung immer moderner werden kann.